Moskau Dassajew - Susloparow, Surow, Bokij, Bubnow, J. Kusnetzow, Chidijatulin (46. E. Kusnetzow), Tscherenkow, Schmarow (62. Passulko), Mostowoj, Rodionow
Bremen Reck - Bratseth, Sauer, Borowka, Schaaf, Votava, Neubarth, Hermann, Otten (39. Meier), Riedle, Ordenewitz (46. Burgsmüller)
Tore 1:0 Mostowoj (10.) 2:0, 3:0 Rodionow (35./54.) 3:1 Burgsmüller (80.) 4:1 Passulko (90.)
Schiedsrichter Sörensen (Dänemark)
Zuschauer 70.000


In der zweiten UEFA-Pokalrunde ging es nach Moskau. Spartak wartete im riesigen Stadion in der verschneiten Hauptstadt auf die Bremer. Die technisch starken Moskauer kamen mit den schlechten Platzverhältnissen besser zurecht und spielten mit Werder Katz und Maus. Der schnelle Rodionow traf gleich zweimal gegen Oliver Reck und die Mannschaft verlor schnell die Nerven. Einzig der Anschlusstreffer von Manfred Burgsmüller ließ am Ende noch ein bisschen Hoffnung aufkommen.

1:4 in Moskau! Was für eine deprimierende Niederlage. Für das Rückspiel am 3. November hieß die Devise nur noch "Alles oder Nichts". Bri einem so hohen Rückstand eine gewagte Einstellung, doch es sollte ein unvergesslicher Europapokalabend werden ...
Bremen Reck - Sauer, Bratseth, Borowka, Schaaf, Votava, Meier, Neubarth, Hermann (73. Burgsmüller), Riedle, Ordenewitz (46. Burgsmüller)
Moskau Dassajew - Chidijatulin (57. Passulko), B. Kusnetzow, Bubnow (91. Kapustin), E. Kusnetzow, Susloparow, Mostowoj, Bokij, Tscherenkow, Rodionow, Schmarow
Tore 1:0, 2:0 Neubarth (3./10.) 3:0 Ordenewitz (25.) 3:1 Tscherenko (71.) 4:1 Sauer (78.) 5:1 Riedle (100.) 6:1 Burgsmüller (108.) 6:2 Passulko (109.)
Schiedsrichter Sandoz (Schweiz)
Zuschauer 16.000




Das typische Bremer Wetter und eine Liveübertragung sorgent für eine enttäuschende Zuschauerzahl; nur 16.000 fanden den Weg ins Weserstadion. Werder begann offensiv, we es die Fans erwartet haben. Rehhagel hatte mit Ordenewitz, Riedle und Neubarth gleich drei Stürmer aufgestellt.


Neubarth gelang bereits in der 2. Minute mit einem Kopfballtreffer die Führung. Immer wieder trieben Meier, Neubarth und Libero Sauer den Ball nach vorne. Nach einer weiten Ordenwitz-Flanke schoss Neubarth nach 10 Minuten sein zweites Tor. Eine gute Viertelstunde später traf Ordenewitz selbst zum 3:0, der Rückstand aus dem Hinspiel war wettgemacht, das Stadion stand Kopf!


Nach der Pause bekam plötzlich Moskau ein spielerisches Übergewicht, bedingt durch die Verletzung von Ordenewitz, für ihn spielte jetzt Johnny Otten. Scherenkow gelang der Anschlusstreffer, es stand plötzlich nur noch 3:1 und Werder stand vor dem Aus. Rehhagel reagierte und brachte Burgsmüller für Günter Hermann. Gunnar Sauer rettete Werder mit einem Kopfball in die Verlängerung, was allein nach dem Hinspielergebnis schon ein toller Erfolg war. Neben dem spielerischstarken Libero Sauer wurde die Kopfballstärke von Kalle Riedle zum spielentscheidenden Element. In der 100. Minute gelang Riedle mit einem platzierten Kopfball das 5:1, weitere Minuten später folgte das 6:1 durch einen sehenswerten Burgsmüller-Drehschuss. Moskau konnte nur noch auf 6:2 verkürzen. Das erste "Wunder von der Weser" ...