Im Jahr 1909 entschloss sich der SV Werder Bremen zum Bau eines Sportplatzes mit Holztribünen. Bis die Spielstätte die Gründzüge des Weserstadions annimmt, dauerte es bis 1921. Der Fußball kann sich in späten zwanziger Jahren nicht mehr den politischen Unruhen verschließen. 1926 wurde die Anlage in "ABTS-Kampfbahn" unbebannt und für politische Zwecke missbraucht. Erst als Werder Generalpächter wird, erhält das Stadion den Namen "Weser-Stadion". Werder verwaltete das Stadion vor dem zweiten Weltkrieg nur fünf Jahre in eigener Regie. Schon 1935 kam es durch die Stadt Bremen zur Übernahme. Im Kriegsjahr 1941 kam es zum Stillstand der Spielstätte. Das Weserstadion wurde immer wieder als Verteidigungsstützpunkt der Luftwaffe benutzt. Bis zum Kriegsende ist auch das Weserstadion stark ramponiert und von den US-Besatzern in "IKE-Stadion" umbenannt. 1947 wurde die Spielstätte in einem Spiel zwischen Werder Bremen und dem VfL Osnabrück wiedereröffnet. Eine Rundbahn ermöglicht auch Rad-, Reit- sowie Leichtathletikveranstaltungen.












Foto der ABTS-Kampfbahn aus dem Jahr 1928
Mit der Einführung der Bundesliga gehen die Umbaumaßnahmen los. Die Kurven werden mit einem Oberrang ausgestattet und Anfang der 70er Jahre gab es eine Überlegung an der A1 ein neues Stadion zu bauen. Dieser Plan war allerdings mit der Modernisierung der Südtribüne schnell verflogen. 1978 wurde die Nordtribüne mit zwei Rängen und knapp 10.000 Steh- und Sitzplätzen fertig gestellt. Im gleichen Jahr feierte eine Flutlichtanlage Premiere. In der Fankurve wurde über dreißig Jahren keine Veränderung vorgenommen, so dass einige Teile gesperrt werden mussten. 1991 mussten die Werderfans erstmals in die Gästekurve umziehen. Auch die sanitären Anlagen befinden sich in keinem guten Zustand. Mitte der 90er Jahren wurden Stehplätze auf der Nord- und Westtribüne in Sitzplätze umgewandelt.

1992 entstanden die ersten Logen in der Südtribüne. Damals wurde Werder noch ausgelacht, heutzutage sind Logen Standard in einem Bundesligastadion. In der Ostkurve ist seit 1997 das "Wilhelm-Scharnow-Internat" untergebracht. Hier leben 18 Nachwuchsspieler in kleinen Apartments. Seit dem Herbst 2004 befinden sich vier Türme hinter der Nordtribüne. Dort sind Werder-Geschäftsstelle, ein neuer Fanshop sowie das Wuseum untergebracht. In den restlichen Türmen kann man Bürofläche mieten. Desweiteren wurde das Spielfeld um rund zwei Metern nach unten gesenkt, so dass die Zuschauer noch näher am Spielfeldrand sind. In der Westkurve befindet sich seit 1990 das Rehazentrum "Sporthep Werder".
Foto: P. Szmidt (pxl-art.de)
Seit September 2008 wird das Weserstadion wieder umgebaut. West- sowie Ostkurve werden an das Spielfeld herangezogen. Auch an der Außenfassade ändert sich einiges. In Zukunft prägen sogenannte Photovoltaikzellen das äußere Bild unseres Stadions. Entgegen ursprünglicher Pläne bleibt es bei einer Kapazität von 42.500 Zuschauern. Der Umbau wird voraussichtlich Ende 2010 abgeschlossen sein.