So das erste Pflichtspiel der Profis stand an diesem Sonntag auf dem Programm. Man machte sich an einem warmen Morgen mit dem guten, alten Wochenendticket auf die Reise nach Berlin. Die Route sollte über Hamburg und Schwerin in die Bundeshauptstadt.
Auf dieses Pokalspiel freute ich mich besonderes, schließlich sind neue "grounds" immer etwas Besonderes. Von der "alten Försterei" war ich angenehm überrascht. Ein schönes Fußballspiel mit einer guten Akkustik und vielen Stehrängen. Fantechnisch war fast alles erlaubt: Megafon, Trommel und etliche Fahnen und Doppehalter. Das Stadion war mit 19.000 Zuschauern ausverkauft.
Werder zeigte im Spiel schnell, wer der Chef auf dem Platz ist. Durch Tore von Rückkehrer Sanogo (12./27.) sowie Naldo (20.) führte man schnell mit 3:0. Ich erkannte die Mannschaft im Gegensatz zur letzten Saison nicht mehr wieder.
In Halbzeit Zwei ging nicht mehr viel. Union war bemüht, den Anschlusstreffer zu erzielen. Die wenigen Chancen der Berliner konnte Wiese parieren. Zur 80. Minute wurde Matchwinner Boubacar Sanogo für Moreno ausgewechselt. Auch der Bolivianer fügte sich exzellent ins Team ein und sorgte mit zwei Toren für das Endergebnis.
Auf der Rückfahrt stieg man komischerweise in den falschen Zug ein. Da die Schaffnerin mit den vielen Verspätungen und Streckensperrungen einiges zu tun hatte, ließ man uns bis Hannover mitfahren. Ich war sehr froh darüber, schließlich konnte ich noch meinen Zug nach Osnabrück erreichen.