Im dritten Testspiel der laufenden Vorbereitung gegen den SK Sturm Graz endete mit einem torlosen Remis. In einer durchwachsenen Partie mit wenigen spielerischen Höhepunkten, aber einigen Torchancen waren die Österreicher in der ersten Halbzeit das etwas stärkere Team. In Halbzeit zwei präsentierte sich Werder verbessert und kam auch dank einiger guter Aktionen des eingewechselten Boubacar Sanogo zu weiteren guten Torgelegenheiten. Dass es letztlich beim 0:0 blieb, tat der guten Stimmung in der Grazer UPC-Arena im Spiel zu Ehren des 100-jährigen Vereinsjubiläums keinen Abbruch.

Das Spiel begann verhalten, die Österreicher hatten mehr Ballbesitz gingen zunächst jedoch auch sehr wenig Risiko ein. Einem ersten Annäherungsversuch in Richtung des Gastgeber-Tores in Form eines Flachschusses aus spitzem Winkel durch Hugo Almeida (6.) folgten von Bremer Seite zunächst nur noch wenige zwingende Offensivaktionen. In der 15. Minute kam der Portugiese an eine scharfe Fritz-Flanke nicht heran, auch weil er leicht gehalten wurde, der Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Meßner blieb nach dieser Aktion aber wohl zu Recht aus.

Nach einer Viertelstunde übernahmen die Grazer das Kommando und erspielten sich erste gute Möglichkeiten. Doch sowohl bei der Muratovic-Chance (21.), als auch bei den vermeintlichen Torschützen Jantscher (22.) und Haas (25.) entschied das Schiedsrichtergespann auf Abseits (bei Haas zu Unrecht). Drei Minuten später vergab Muratovic nach tollem Dribbling von Jantscher die vielleicht beste Chance der Grazer, als er allein vor dem blitzartig herauseilenden Tim Wiese den Ball nicht richtig traf, der knapp am Tor vorbeikullerte. Quasi mit dem Pausenpfiff sorgte Hugo Alemeida aus dem Nichts beinahe doch noch für den Führungstreffer: Aus 25 Metern zog der Portugiese ansatzlos ab und Graz-Keeper Gratzei konnte die scharfe Bogenlampe nur mit Mühe gerade noch über die Latte lenken.

Die zweite Halbzeit begann etwas forscher als die erste. Das erste kleinere Ausrufezeichen der zweiten Hälfte setzte Philipp Bargfrede (49.) mit einem scharfen Distanzschuss, den Gratzei jedoch festhalten konnte. Kurz darauf vergab der Österreicher Andreas Hölzl zweimal aus halbrechter Position im Strafraum (52./56.), ehe Almeida nach starker Oehrl-Hereingabe ganz knapp über das Tor köpfte (59.).

Der nach einer Stunde eingewechselte Boubacar Sanogo zeigte sofort, dass er sich in dieser Saison mehr vorgenommen hat als im Vorjahr. Der Ivorer setzte sich auf der linken Seite durch und legte den Ball mustergültig auf Timo Perthel zurück, der per Aufsetzer aus rund zehn Metern am stark parierenden Graz-Torwart scheiterte (62.). Die anschließende Ecke köpfte Sanogo zudem nur ganz knapp am langen Pfosten vorbei. In der Folge vergab Kapitän Mario Haas (66./69.) auf der anderen Seite ebenfalls zwei sehr gute Gelegenheiten, ehe der eingewechselte Said Husejinovic wiederum nach starker Sanogo-Vorlage aus nächster Nähe frei vor Gratzei scheiterte (78.). In der Schlussviertelstunde passierte ansonsten und abgesehen von einer Vielzahl von Auswechslungen nicht mehr viel und es blieb beim letztlich verdienten Unentschieden.


SK Sturm Graz Gratzei – Lamotte (85. Ehrenreich), Feldhofer (80. Schildenfeld), Sonnleitner (85. Prettenthaler), Kandelaki (85. Tauschmann)– Hölzl (85. S. Foda), Weber (61. Kienzl), Hlinka (85. Maric), Jantscher (74. Bukva) – Muratovic (70. Beichler) – Haas (72. Hassler)

Werder Bremen Wiese – Fritz, Pasanen, Andersen, Harnik – Niemeyer (76. Schmidt), Bargfrede (60. Ikeng), Vranjes (30. Perthel), Hunt (60. Sanogo) – Almeida (72. Futacs), Oehrl (71. Husejinovic)

Gelbe Karte Andersen
Schiedsrichter Stefan Meßner (AUT)
UPC-Arena 14.260 Zuschauer